Elektroroller sind bereit für die Straße! Wir zeigen, worauf Sie achten müssen. 
Elektroroller waren bisher eher ein Nischenprodukt. Durch die hohen Kosten für Akkus und die niedrigen Preise für die benzinbetriebenen Motorroller, war die Attraktivität beim Verbraucher eher gering. Doch nun nähern wir uns einem Wendepunkt. Durch die Abgas Norm, die Stück für Stück auch für Motorroller eingeführt wird, nähern sich die Preise der beiden Techniken an. Durch Einspritzanlagen zur Verringerung der Abgase steigen die Preise der Benziner. Gleichzeitig fallen die Preise für moderne Akkus. Da es zum Thema Elektroroller bisher wenig Allgemeinwissen gibt, erklären wir Ihnen die Vor- und Nachteile verschiedener Energiekonzepte und erklären, welche Kennwerte bei Elektrorollern wichtig sind.

Teil 1: Energiekonzepte:Blei-AkkusBlei-Akku

Die beiden großen, verbreiteten Akku-Techniken sind Blei-Akkus und Lithium-Ionen Akkus. Neben diesen existieren noch einige andere Konzepte, die bisher jedoch genug überzeugen konnten, um Relevanz im Massenmarkt zu gewinnen. Wir zeigen die Vor- und Nachteile sowie die künftige Entwicklung der verschiedenen Energiekonzepte vor.

  1. Blei-Gel (LA)

Die Blei-Gel Technik wurde bereits im 19. Jahrhundert entdeckt und entwickelt, und war im 20. Jahrhundert nicht mehr aus dem Alltag weg zu denken. Entsprechend ist die Technik recht sicher, ausgereift und günstig im Preis durch die Massenproduktion. Aktuell liegen die Kosten für einen Blei-Gel Akku mit 1 kWh bei 100€. Im Preis liegt der größte Vorteil dieser Akku-Technik. Lithium-Ionen Akkus kosten aktuell das dreifache. 

Blei Akkus haben eine hohes Gewicht und eine verhältnismäßig geringe Energiedichte. Die Selbstentladung ist mit etwa 5-10% pro Monat relativ hoch. Das ist der Grund, warum auch bei benzinbetriebenen Motorrollern die Batterie abgeklemmt werden sollte, wenn der Roller für eine längere Zeit nicht in Nutzung ist (z.B. Einwinterung). 
Der schwere Akku wirkt sich natürlich auf die Bauweise der Elektroroller aus. Um eine angemessene Reichweite von ca. 80 km (bis 45 km/h) mit einer Ladung zu erreichen, muss ein großer und schwerer Akku verbaut werden. So sind die Blei-Akkus in der Regel fest verbaut und es ist wichtig, den Roller für den Ladevorgang in die Nähe einer Steckdose zu stellen. Blei-Akkus sind also für Sie eine günstige und gute Lösung für Sie, wenn Sie ein Haus mit einer Steckdose im Außenbereich oder in der Garage haben, wo Sie den Elektroroller laden können.

Es gibt unter den Blei-Akkus Mischverhältnisse, die für Leistungsabruf optimiert sind (LA Plus). Durch dieses Mischungsverhältnis der Säuren wird die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit unter verschiedenen Witterungsbedingungen optimiert. Ein Bleiakku ist für etwa 500 Ladezyklen ausgelegt. Bei einer Reichweite von ca. 80 km pro Ladung erreicht der Roller also etwa 40.000 km mit einem Blei-Akku.

Fazit: Blei-Akkus sind eine gute Lösung für Menschen, die sich einen günstigen Elektroroller anschaffen möchten und einen Ort haben, an dem sie den Elektroroller aufladen können. Da die schweren Akkus in der Regel fest verbaut sind, sollte der E-Roller am Haus oder in der Garage geladen werden.

 

Quellen:
Preisentwicklung
Energiedichte, Lebensdauer
Superkondensatoren